Don’t make assumptions! – Mach keine Annahmen! – sagte einer meiner ersten Coaches immer wieder. Keine Annahmen zu machen ist eine der goldenen Regeln des Coachings…und des Lebens. 😉 Denn diese Regel betrifft nicht nur dein Business, sondern auch dein Privatleben. Im Privaten tun wir anderen durch unsere Annahmen oft Unrecht. Wir fragen nicht nach, ob wir überhaupt richtig liegen.
Für unser Business allerdings bedeuten Annahmen noch mehr: Deine Annahmen bewirken, dass du dein Business ausbremst. Unbeabsichtigt nimmst du dir dadurch einfachste Möglichkeiten, deine Kunden nachhaltig auf dein Angebot aufmerksam zu machen und ihre Neugierde zu wecken. In diesem Beitrag geht es darum, durch welche Annahmen du dein Business ausbremst und wie du das vermeidest.
Deine Annahmen untergraben dein Marketing
Die meisten von uns lassen ihr Leben jeden Tag von zahlreichen Annahmen lenken. Aber deine Annahmen untergraben deine Kreativität. Und deine Annahmen untergraben dein Marketing. – Ein Beispiel: Ich spreche mit einer Kundin über ihre Webseite. Ich gebe ihr den Hinweis, gewisse Dinge auf mehreren Unterseiten zu erwähnen. Sie sagt: “Ja, aber das sehen sie doch dann auf der Hauptseite.” – Ja, natürlich. – Dabei stützt du dich allerdings auf die Annahme, dass all deine Kunden auf jeden Fall deine Hauptseite öffnen werden.
Was aber, wenn sie über einen Blogartikel auf deiner Webseite landen und sich von dort aus NICHT weiter umsehen?? – Du verlierst Kunden durch diese Annahme, denn du versäumst, ihnen essentielle Punkte deines Angebotes an mehreren Stellen anzubieten.
Gleiches gilt für andere Marketing-Kanäle. Wir unterstellen unseren Kunden so viele Gedanken und Aktionen (die sie vermeindlich tun), dass wir versäumen, sie durch unser Marketing einzuladen, diese Aktionen auch wirklich zu vollziehen.
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Du bist (doch!) schlauer als deine Kunden 😉
Wir unterstellen, dass unser Kunde unsere Gedanken verstehen. – Sagen wir mal, du hast für dein Business einen Slogan entwickelt. Mit diesem Slogan verbindest du selbst bestimmte Dinge, Gedankengänge, Einstellungen, Assoziationen. Und du nimmst an, dass deine Kunden diese Gedankengänge kennen. Du nimmst an, dass deine Kunden wissen, was du weißt. – Das können sie aber nicht, sonst wären es nicht deine potentiellen Kunden.
Nehmen wir zum Beispiel mal Miriam. Miriam ist Fotographin. Auf ihrer Webseite kannst du sehen, welche Art von Bildern sie für dich machen kann. Miriam geht davon aus, dass du schnell erkennen kannst, was genau ihre Dienstleistung ist. Und sie unterstellt, dass jeder weiß, was ein Fotograph macht. – Aber mal ganz ehrlich: Es gibt Unterschiede, oder? Es gibt Unterschiede in der Qualität der Bilder, aber auch in der Art der Bilder. Wenn du als Kundin schöne Fotos von deiner Hochzeit haben willst, gehst du wahrscheinlich zu einem anderen Fotographen, als wenn du Bilder für deine Webseite brauchst.
Was ist also der Kern deines Marketings? – Geh nicht davon aus, dass dein Kunde das weiß, ohne dass du es ihm immer wieder über verschiedenste Wege zeigst und erklärst. Du musst deinen Kunden genau erklären, worum es geht. Du musst ihnen zeigen, was sie machen sollen.
[bctt tweet=”Geh nie davon aus, dass dein Kunde weiß, was du weißt. ” username=”kiwipfingsten”]
Wie du dein Business NOCH ausbremst…
Und noch eine Annahme führt dazu, dass du dein Business ausbremst: Du nimmst an, dass deine potentiellen Kunden den Wert deines Angebotes (er)kennen. – Miriam nimmt auch an, dass ihre Kunden den Wert ihrer Arbeit durch ihre Bilder erkennen. Aber den Wert deiner Arbeit kannst du auf ganz verschiedenen Wegen kommunizieren. Nicht alle deine Kunden erkennen den Wert deiner Arbeit auf dem gleichen Weg: Der eine ist eher visuell und schaut auf die Bilder. Der nächste konzentriert sich eher auf deine Worte. Ein anderer ist mehr auf Facebook und nimmt dich am Ende über deine Posts wahr. Es geht also zum Einen (erneut) darum, dass du den Wert deines Angebotes auf den verschiedenen Kanälen deines Marketings zum Ausdruck bringst.
Hinzu kommt eine weitere Annahme, die dein Business ausbremst. Diese fällt immer wieder auf. – Vor allem in Bereichen, in denen allgemein die Annahme herrscht, dass jeder weiß, was das Angebot beinhaltet: Rechtsanwälte, Friseure, Kosmetikerinnen, Inneneinrichter, Personal Trainer usw. gehören zu diesen Dienstleistern. Auf ihren Webseiten findest du – wie auf einem Einkauszettel aufgelistet – ihre Angebote. Und es wird angenommen, dass jeder den Wert dieser Arbeit kennt. – Das ist fast so, als würde Miriam sagen: “Ich bin halt Fotographin. Ist doch alles klar.” – Willst du wirklich in diesem ‘Einheitsbrei’ mitschwimmen?
[bctt tweet=”Willst du eine Positionierung, die sich von anderen abhebt, oder im ‘Einheitsbrei’ mitschwimmen? ” username=”kiwipfingsten”]
Durch diese Annahme versäumst du, dich klar von anderen abzuheben. Du versäumst diesen Moment, in dem ein (potentieller) Kunde deine Webseite öffnet und…. stutzt….weil er auf Anhieb merkt, dass hier etwas anders ist. Weil er sich hier direkt sehr persönlich angesprochen fühlt. Und, weil du sehr klar den speziellen Wert DEINES Angebotes so kommunizierst, dass er ihn schnell erkennen kann.
Wenn du dich hingegen nur auf deine ‘Dienstleistungsliste’ fokussierst, gehst du davon aus, dass die Leute den Wert deiner Arbeit kennen. Das tun sie aber nicht.
Nur Miriam allein kennt den genauen Wert ihrer Arbeit und die Besonderheiten IHRER Arbeit als Fotographin. Es geht also zum anderen darum, dass du deinen Kunden klar, wiederholt und konstant auf verschiedensten Wegen kommunizierst, was du ihnen genau anbietest und was der einzigartige Wert dieses Angebotes ist.
[bctt tweet=”Effektives Marketing bedeutet, dass du deinen Kunden die Besonderheit deines Angebotes klar & konstant zeigst.” via=”no”]
Und noch eine unsinnige Annahme
Du unterstellst deinen potentiellen Kunden, dass sie sowieso nicht bezahlen werden. – Im Grunde ist das die allerschlimmste Annahme überhaupt. Wenn du deinen potentiellen Kunden das unterstellst, suchst du dir am besten umgehend wieder einen Job. – Oder aber, du machst dir folgendes klar: Die Menschen bezahlen für Vieles, wenn sie wirklich wollen. Und das tun sie auch, wenn sie nicht viel Geld zur Verfügung haben. – Es ist also deine Aufgabe, diesen Wunsch in den Menschen zu wecken. Es ist deine Aufgabe sie neugierig zu machen und ihnen etwas wert-volles anzubieten. Das ist die Aufgabe deiner Marketing-Stretegie, damit du dein Business nicht ausbremst.
Warum du dein Business ausbremst
Du verlierst also Kunden, weil du annimmst, sie wüßten schon alles. Du verlierst Kunden, weil du dir zu wenig Gedanken darüber machst, wie du den Wert deines Angebotes zeigen und kommunizieren kannst. Und du verlierst Kunden, weil du ihnen unterstellst, dass sie für dein Angebot kein Geld ausgeben werden. Das ist es, was dein Business ausbremst. Das ist es, wodurch du Einnahmen verschenkst.
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Aber, warum unterstellst du das alles überhaupt? – Diese unsinnigen Annahmen sind begründet in deinen Ansprüchen: Die Ansprüche, die du an dich selbst und deine Kunden erhebst. – Und am Ende läuft es dann wieder auf eins hinaus: Deine Annahmen halten dich in deiner Komfortzone. Denn du hast Angst dich weiterzuentwickeln. Und du hast Angst, da raus zu gehen und dich zu zeigen, mit all deinen Besonderheiten und all deiner Großartigkeit – mit all deinen Werten und deiner Einzigartigkeit. – “Don’t make assumptions. – Mach keine Annahmen!” – Sei schlau und nutze dein Wissen für deine Kunden UND für ein effektives, nachhaltiges und wachstumsorientiertes Marketing!
Durch welche unsinnigen Annahmen bremst du dein Business aus?
Mach dein Leben ungewöhnlich!
Deine Kiwi
Manchmal sind es die einfachsten Fragen, die uns zu Beginn unserer Positionierung beschäftigen. Hier ließt du mehr dazu, worüber ich mir anfangs den Kopf zerbrochen habe.

