10 Dinge, die du tun (& nicht tun) solltest, um deine eigene Stimme zu finden – Do’s & Don’ts für deine Individualität

IndividualitätDu bist auf dem Weg in deine berufliche Veränderung. Du ‘sperrst deine Ohren auf’ und hörst auf das, was dein Herz dir sagt. Du nimmst die Fährte auf und erkundest deine Passionen und Talente.
Wenn du anfängst, dein Thema nach Außen zu tragen, beginnst du allmählich, eine ‘Stimme’ zu entwickeln. – Am besten ist das deine EIGENE. 😉  Individuell, mit Wiedererkennungswert, speziell, ein Unikat.

Aber wie entwickelst du diese ‘Stimme’? Wie wird sie zum unverwechselbaren Ausdruck deiner Persönlichkeit? Was trägt zu deiner Individualität bei?

 

Tun und lassen – Hier kommen die 10 Do’s & Don’ts, die dir helfen, deine eigene ‘Stimme’ zu entwickeln.

 

1. Do: Authentisch sein – Don’t: Nachplappern

Da draußen gibt es jede Menge Leute, die großartige Sachen machen, tolle Angebote haben, aus der Menge herausstechen. Du hast vermutlich Vorbilder, an denen du dich orientierst. Stimmen, die dich inspirieren und dir eine Richtung weisen. Und das ist gut so.

Dennoch gilt es, bei dir zu bleiben und nicht, zu versuchen nachzuahmen. Denn du kannst sowieso nicht so sein, wie jemand anders. Es gilt vielmehr, deine Individualität zu entwickeln.

Wenn du mit deinem Angebot aus der Menge herausstechen willst, dann plappere nicht nach. Versuche nicht so zu sein, wie andere. Vergleiche dich nicht, sondern sei du selbst. – Gerade am Anfang, wenn du noch unsicher bist und deinen Platz da draußen suchst, kann das schwierig sein, denn du fühlst dich noch nicht so sicher und orientierst dich viel an denen, die schon eine klare Stimme haben.

Aber, was hilft dir dabei, authentisch zu sein? – Naja, eben weniger im Außen zu schauen und mehr in dir selbst. – Dich zwar inspirieren zu lassen, aber auch immer wieder zu horchen, welche Seiten in dir andere zum schwingen bringen und, was du selbst daraus machen willst. Wie das zu DIR passt.

Wähle deine eigenen Worte, erschaffe neue Begriffe, die zu deinem Thema und deiner Person passen. Sei kreativ und trau dich individuell zu sein!

 

2. Do: Werte zeigen – Don’t: Fähnlein im Wind sein

Bei mir ist das ja inzwischen raus: Ich stehe für Eigenbestimmtheit, Mut und Entschlossenheit. Und mir ist auch wichtig, dass die Menschen das wissen. Denn ich möchte gerne die Menschen anziehen, die mit diesen Werten etwas anfangen können.

Wenn du deine eigene Stimme entwickeln willst, musst du deine Werte nach außen zeigen, denn das ist es, was den Menschen eine Orientierung gibt. So werden sie wissen, dass dein Angebot für sie ‘stimmig’ ist 😉  – oder eben auch nicht.

Wenn du hingegen nach außen trittst, wie das Fähnlein im Wind und mal in die eine, mal in die andere Richtung zeigst, dann verwirrst du deine Kunden. Sie wissen nicht mehr, ob sie bei dir tatsächlich an der richtigen Adresse sind. Und du verlierst ihr Vertrauen, denn du bist weniger verlässlich und berechenbar.

Was also sind deine Werte? Wofür stehst du? Welche Seiten von dir sollen die Menschen da draußen wahrnehmen? Was macht dich aus? Was ist dir wichtig?

Deine Werte verleihen dir Stärke und Ausdruckskraft und sie tragen so dazu bei, dass deine Stimme nach außen klar und einzigartig wird.

 

3. Do: Have a quirk/auffallen – Don’t: Beliebig sein

„Have a quirk“ – was bedeutet das? – Es heißt soviel wie „eine Marotte haben“. Damit ist gemeint, dass du irgendetwas hast, was dich kennzeichnet. So als würde in deinem Ausweis stehen: großes herzförmiges Muttermal auf der rechten Hand.  😉

Meine Marotte – mein quirk – ist (ihr ahntet es vielleicht bereits): Ich steh auf Helden – und auf Kermit. Aber der ist ja auch irgendwie ein Held. Ein komischer halt.

Es geht also um etwas, das dein besonderes Merkmal ist. Das kann deine Kleidung sein, ein Hobby oder ein Thema, das dich besonders interessiert.

Was ist dein “quirk”? Welches ist deine “Schrulle”? Bist du Experte für die Kekssorten dieser Welt? Trägst du immer ausgefallene Kravatten? Wechselst du deine Haarfarbe jeden Monat? Deine “Marotte” kann sehr auffällig sein oder sehr dezent. Sie kann auch etwas mit deinem speziellen Angebot zu tun haben.

Aber egal ob dezent oder auffällig: Kommuniziere deine Marotte so nach außen, dass die Leute sie kennen. Warum das? Damit du herausstichst aus der Menge, damit du deine Individualität entwickelst und unverwechselbar wirst. So bekommt deine Stimme einen Wiedererkennungswert. – So, dass die Leute dann irgendwann sagen: „…ach, das ist doch die, die auf Ibiza wohnt und in Kermit verknallt ist….“.  😉

 

4. Do: Sich selbst erforschen – Don’t: Nach außen horchen

Um deine eigene Stimme zu entwickeln musst du also immer wieder in dich selbst hineinhorchen und nicht so sehr im Außen suchen. Deine Werte, deine Persönlichkeit, deine Neigungen, deine Talente. All das kommt zum Vorschein, wenn du deine Individualität entwickelst. Und Klarheit darüber, was du nach außen zeigen möchtest – was deine eigene Stimme zum Ausdruck bringen soll – gewinnst du nur durch diese Innenschau – nicht durch die Orientierung nach Außen.

 

5. Do: Mentoren suchen – Don’t: Im eigenen Saft schmoren

Die eigene Stimme entwickelst du nicht weiter, wenn du alles alleine machst und keinen Austausch hast. Um zu Wachsen und deine Individualität (aber natürlich auch dein Business) weiterzuentwickeln sind Mentoren notwendig. Menschen, die dich ein Stück deines Weges begleiten. Luke hat Yoda, Harry Potter hat Dumbledore, wen hast du? Wer steht dir mit Rat und Tat zu Seite und unterstützt dich auch bei Fehlschlägen? Eine eigene Stimme zu entwickeln heißt nicht, alles alleine zu machen und im eigenen Saft zu schmoren. Vielmehr bedeutet es, klug zu sein und Austausch mit Menschen (und anderen Helden) zu suchen, die erfahrener sind als du, die dich vorantreiben und gleichzeitig auffangen, wenn es mal nicht so läuft wie geplant.

 

Neuland6. Do: Mach, was du liebst – Don’t: Mach, was du gut kannst

Das ist ein ganz wesentlicher Unterschied. Klar, kannst du machen, was du gut kannst. Das machen viele Leute – die Meisten sogar. Und viele verausgaben sich dabei vollkommen. Denn es ist natürlich naheliegend zu tun, was du gut kannst, aber es muss nicht unbedingt dem entsprechen, was du liebst.

Wenn du aber das machst, was du liebst, dann läuft alles von alleine. Und deine ‘Stimme’ wird wärmer, energiegeladener und weniger sachlich. Ich kann euch zum Beispiel einen 2-stündigen Vortrag über Sprachentwicklung und Frühförderung halten. Das habe ich lange gemacht. Und ich war gut in dem, was ich gemacht habe. Aber – ich habe es eben nicht mit Leidenschaft gemacht – und das war spürbar.

Deine Stimme erreicht die Menschen nicht so recht, wenn du das machst, was du gut kannst, es aber nicht wirklich liebst. Außerdem wird es auf Dauer anstrengend für dich und auch das macht sich bemerkbar.

Wohingegen es leicht wird, wenn du machst, was du liebst, da sich diese Leichtigkeit in deiner Stimme nach Außen bemerkbar machen wird.

 

7. Do: Auf dein Herz hören – Don’t: Pragmatisch sein

Tu, was du liebst – dazu passt es, auf dein Herz zu hören. Im Gegensatz zum pragmatisch sein bedeutet es, eben nicht darauf zu gucken, was ‚vernünftig’ ist – was den meisten Erfolg verspricht, den größten Verdienst, was am besten ankommen könnte.

Wenn du auf dein Herz hörst, entwickelst du deine ‘Stimme’ aus dem heraus, was dein Herz höher schlagen lässt und das macht es dir leichter, die Menschen zu erreichen. Die Menschen können erkennen, ‘wer du bist’, wenn du bei dem, was du tust, auf dein Herz hörst.

Deine Stimme wird authentischer, wenn du auf den Herz hörst; sie bringt deine wahre Persönlichkeit und deine Individualität nach Außen.

 

8. Do: Mutig sein – Don’t: Dich verstecken

Um deine Individualität zu entwickeln, brauchst du ein bisschen Mut, denn es bedeutet auch, dass du dich nach außen zeigst. Du wirst keine eigene Stimme finden, wenn du hinterm Berg hältst und dich versteckst. Vielmehr musst du du selbst sein und dich genau so nach außen zeigen, damit die Menschen deine Stimme auch wahrnehmen können. Dazu musst du ab und zu über deinen eigenen Schatten springen, aber die Belohnung ist (nicht vergessen! 😉 ), dass du genau die Menschen anziehst, die zu dir passen.

 

9. Do: Leise sein – Don’t: Laut sein

Deine ‘eigene Stimme’ zu entwickeln, bedeutet nicht, laut rauszuschreien, was du zu sagen hast. – Sicher, ‘laute’ Stimmen polarisieren auch; man mag sie oder man mag sie nicht. Wahrgenommen werden sie in jedem Fall. Ok. – Das ist auch eine Entscheidung: Sei laut, wenn dir das liegt. Wenn du polarisieren wilst. – Ich persönlich bin zwar bereit, ne kleine Macke zu haben, aber damit muss auch gut sein.  😉

Wahrgenommen wirst du aber genauso, wenn du leise bist, solange klar ist, was du zu sagen hast (und du die anderen Punkte beachtest, die hier erwähnt sind).

Es ist nicht notwendig ‚laut’ zu sein, um gehört zu werden und deine Individualität zu zeigen.

 

10 Do: Leidenschaft zeigen – Don’t: Vorsichtig sein

Leidenschaft! Deine eigene Stimme wird stärker und klarer durch deine Leidenschaft. Deine Leidenschaft ist wie ein Leuchtfeuer.

 

Deine Leidenschaft ist wie ein Leuchtfeuer. Sie zieht deine Kunden magnetisch an. Click To Tweet

 

Die Menschen sehen sie von weitem und je stärker sie strahlt, desto größer ihre Anziehungskraft. Versuch also nicht vorsichtig zu sein. Aufzupassen, ob du auch ‚das Richtige’ sagst. Ob deine Worte vielleicht falsch verstanden werden könnte oder, ob es ‘gut ankommt’, was du sagst.

Wenn deine Leidenschaft in deiner Stimme mitschwingt, dann machst du dir über deine Worte keine Sorge mehr, denn du kannst sie fließen lassen und deine Stimme wird zu etwas Besonderem. Und die Menschen lieben es, diese Individualität zu sehen.

Schöne Ideen, wie du deine Individualität auf Facebook deutlicher zum Ausdruck bringen kannst, findest du übrigens in diesem Artikel von Facebook-Fachfrau Sandra Staub.

 

Individualität zeigen – deinen eigenen Weg gehen

Bei der Suche nach beruflicher Veränderung und Weiterentwicklung geht es auch darum, wer du wirklich bist; wann du authentisch bist und was deine Werte sind. Individuell zu sein bedeutet, sich zuzutrauen auch mal aus der Menge herauszustechen, anstatt mit der Masse zu schwimmen. Deine eigene Stimme findest du leichter, wenn du immer wieder in dich hineinhorchst und auf dein Herz hörst und dir außerdem Unterstützung von Mentoren und Mitstreitern suchst. Es gehört ein bisschen Mut dazu, dich mit deiner eigenen Persönlichkeit nach Außen zu zeigen. Aber es lohnt sich, denn die Menschen lieben es, deine Persönlichkeit zu sehen und werden dein Angebot aufmerksam verfolgen. 

Fallen dir weitere Dinge ein, die wichtig sind, wenn du deine Individualität entwickeln und klar nach außen tragen willst? Dann kommentiere doch einfach unter diesem Artikel. – Ich wünsche dir viel Spaß beim entwickeln deiner ‘eigenen Stimme’!  🙂

 

Trau dich zu wachsen – Mach dein Leben ungewöhnlich!

Deine Kiwi

8 Comments

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  • Reply

    Sandra Bischoff

    Toller Artikel, Kiwi!

    Zum Thema “Leidenschaft wie ein Leuchtfeuer” fällt mir der Spruch einer mich inspirierenden Kollegin ein: “Lass Dein Licht in die Welt scheinen und stelle es nicht unter den Scheffel.”

    Und zu den “querks” (ein mir neues Wort – wieder was gelernt!): Ui, dann habe ich wahrscheinlich gleich vier: Smileys, lila, dunkle Schokolade und Harry Potter. (Da gibt’s sogar Verbindungen: Wer die Bücher kennt, weiß auch, wie heilsam Schokolade bei Dementoren – für mich die Versinnbildlichung einer Depression – hilft!)
    All das taucht in meinen Seminaren, in meinem Buch und auf meinem Blog immer wieder auf. Typisch für mich. 🙂
    Ob das wohl zu viele Marotten sind? Ich kann’s und will’s eh nicht ändern.
    Das passt dann wieder zum individuellem Weg, zu dem Du ermutigst. Vielen Dank dafür!

    Herzliche Grüße
    Sandra

    • Reply

      Kiwi Pfingsten

      Liebe Sandra!
      Du scheinst deine ‘quirks’ ja schon lange klar zu haben und sie leuchten bei deinen Angeboten auch immer wieder durch. Zu viele Marotten kann es glaube ich in diesem Falle nicht geben. Welche tragen denn am meinsten zur Individualität deines Angebotes bei? 😉

      Dir vielen Dank für diesen Kommentar und viel Erfolg weiterhin!

      Herzliche Grüße,

      Kiwi

  • Reply

    Angela Braun

    Danke für diesen Artikel, Kiwi!

    Mein Querk: Ich liebe Schnapszahlen 🙂
    Daher als Anregung für den 11. Punkt:
    Do: Ausdauernd sein – Schritt für Schritt
    Don´t: Nach jeder Hau Ruck Aktion wochenlang gar nichts mehr machen

    Freudige Grüße

    Angela

    • Reply

      Kiwi Pfingsten

      Liebe Angela!
      Das mit den Schnapszahlen finde ich super! 🙂
      Und eine schöne Ergänzung hast du da gefunden: Ausdauernd die eigene Stimme nach außen zu präsentieren und am Ball zu bleiben ist sicher wesentlich, damit die Menschen dich auch wirklich wahrnehmen.

      Vielen Dank und freudige Grüße zurück,

      Kiwi

  • Reply

    Peter Wiesejahn

    Hallo Kiwi,
    ich bin gestern noch über eine kleine Geschichte gestolpert, die mich deutlich beeindruckt und angesprochen hat. Ich finde, dass Sie hier auch passt.

    Der Dichter Jack Gilbert fragt eine schüchterne Studentin danach, was sie mit ihrem Leben vorhat. Zögerlich gesteht diese, dass sie vielleicht schreiben wolle.
    Gilbert lächelt die junge Frau an und spricht: „Hast du den Mut dazu? Hast du den Mut, dieses Werk hervorzubringen? Die Schätze die in dir verborgen liegen, hoffen darauf, dass du ja sagst!“

    Hast du den Mut, deine Schätze zu bergen?

    http://projekt-david.de/
    Danke für den guten Artikel. Bis blad!
    Peter

  • Reply

    Katrin Linzbach

    Liebe Kiwi,

    ich würde noch ergänzen: Mit den “richtigen” Leuten sprechen. In Gesprächen fällt mir oft auf, dass Menschen aus ihrem gewohnten Umfeld immer wieder gesagt bekommen, ihre Ideen, Visionen, Leidenschaften, … seien “Quatsch”, mit ihnen “könne mein kein Geld verdienen” usw. Insbesondere die Familie und der enge Freundeskreis neigen zu solchen Aussagen. Daher würde ich zu Beginn nur mit Menschen sprechen, die mich unterstützen, mir Mut machen und die mir erlauben, zu scheiten.
    Und Scheitern ist gleich noch ein weiterer Punkt: Ich darf scheitern, wenn ich meine eigene Stimme finde. Denn in uns gibt es so viele Stimmen – da kann es schonmal dauern, bis man wirklich die eigene gefunden hat :).

    Danke für den schönen Artikel!
    Liebe Grüße, Katrin

    • Reply

      Kiwi Pfingsten

      Liebe Katrin,

      ja, das sind beides wichtige Ergänzungen. Vielen Dank dafür. Ich glaube, das mit den ‘richtigen Menschen’ unterschätzt man häufig – man meint ja, Freunde und Familie sollten eigentlich ‘richtig’ sein. Und dennoch bieten sie uns oft die größten Herausforderungen.
      Und das Scheitern und Fehler machen ist auch sooo wichtig. Denn ohne das läuft es ohnehin nie. 🙂 Und auch das ‘Sich Ausprobieren’ gehört somit wohl dazu, deine eigene Stimme zu finden!!

      Vielen Dank für die Anregungen!!

      Liebe Grüße,

      Kiwi

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